Wassergewinnung – Birkensaft

Zur richtigen Jahreszeit, ist die Wassergewinnung aus einer Birke eine der besten und zuverlässigsten Methoden, an Wasser zu kommen. Dabei schmeckt das Wasser aus der Birke süßlich und aromatisch. Gleichzeitig ist die Birke durch ihre Wurzeln ein natürlicher Wasserfilter. Lediglich in chemisch belasteten Gebieten, würde ich mir den Genuss überlegen.

Was ist die richtige Jahreszeit?

Die Antwort ist recht simpel. Das Frühjahr ist die beste Zeit, den Saft zu zapfen. Zu Beginn des Blattaustriebes bis der Baum fast vollständig und fertig belaubt ist, lässt sich der Saft hervorragend zapfen.

Was ist zu beachten?

Zu aller erst gilt es zu beachten, dass ihr wirklich eine Birke anzapft! Aber alleine die bekannte weiße Rinde, ist ein allseits bekanntes Merkmal. Wer sich nicht sicher ist, sollte sich zunächst damit beschäftigen. Dazu kann ich nur die Seite: www.baumkunde.de empfehlen. Dort findet ihr auch die Birke.

Als gelernter Baumschulgärtner, bin ich ein Gegner des Sammelns am Stamm. Ich halte einen sauberen Schnitt an einem Ast, den der Baum problemlos verkraften kann für sinnvoller. Ein unnötiger Schnitt am Stamm führt zu einer Wunde, die Eintrittspforte für verschiedenste Krankheiten und Fäulnis werden kann. Das Abtrennen eines Astes, ein ganzes Stück vom Stamm entfernt, führt zu einer Abschottung und das Problem wird auf einen sehr kleinen Bereich eingedämmt. Gleichzeitig, erntet nicht zu viel von einem Baum. Lieber mehrere Bäume nutzen, als viele Äste an einem zu beschneiden, nur um den Saft zu gewinnen!

Welchen Ast und wie schneiden?

Ich bevorzuge Äste von etwa fingerdicke. Im Optimalfall sind sie ohne großen Aufwand zu erreichen.

Der grüne Pfeil markiert den Zweig am Ast, den ich für den weiteren Wuchs des Astes vorgesehen habe, bevor ich schneide. Er ist gesund und führt den Wuchs des Astes im Verlauf der nächsten Jahre ohne Probleme fort.

Der Rote Strich zeigt, wo ich schneide. Ja, im Gegensatz zur gängigen Praxis im Garten lasse ich hier ein paar Zentimeter Ast stehen. Diese dienen der birke zum effektiven Abschotten der Wunde und verhindern, dass eine Fäule tief in den Ast einzieht und meinen Zweig langfristig doch absterben lässt.

Der schnitt muss sauber geführt werden. Ob mit einer Ast- oder Rosenschere, einem Messer oder einer scharfen Säge. Achtet beim Genuss zapfen bitte auf scharfes Werkzeug und darauf, die Bäume möglichst wenig und nicht unnötig zu schädigen. Schließlich wollen wir noch lange etwas von unserer Natur haben und auch andere genießen lassen!

Für mich ist hier eine scharfe und saubere (!!!) Rosenschere das Mittel der Wahl.

Der Schnitt ist gemacht und nun?

Jetzt kommt der Moment. Führt der Baum genügend Wasser? Wenn ja, dann beginnt der Saft zu fließen. Dafür habe ich schon vor dem Schnitt mein Gefäß zum auffangen in die Nähe gehängt.

Der topf hängt unter dem Schnitt und nun heißt es Warten. wie lange? Das hängt vom Wasser im Boden, dem Zeitpunkt des Zapfens und der Birke ab.

Geht einfach raus und probiert es selbst!

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