Das ist der Hammer – Holzhammer selbstgemacht

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Werkzeuge machen das Leben leichter. umso besser wenn man sie selbst fertigt.

Draussen benötigen wir einige Werkzeuge immer wieder. Eines der besten Werkzeuge ist der Hammer. Klar, ein Beil oder gar eine Axt können uns dieses Werkzeug ersetzen. Doch seien wir einmal ehrlich, manchmal braucht es eben ein spezialisiertes Werkzeug. Bei sauberen Holzverbindungen, die wir mit Beil oder Axt herstellen, kann es erforderlich sein, mit einem geeigneten Werkzeug auf den Axt-/ Beilrücken zu schlagen. Dadurch erreichen wir eine höhere Präzision und erleichtern uns die Arbeit. Nehmen wir dazu jedoch gehärteten Werkzeugstahl, beschädigen wir unsere wertvollen Werkzuge. Oder es fliegen gar scharfe Stahlsplitter durch die Luft, die ungeschützte Haut und Augen gefährden. Beides gilt es zu vermeiden!

Ich habe für die Herstellung mehr Werkzeug verwendet, als man braucht. es geht auch nur mit einem Messer! Aber da ich den Hammer auch für heimische Arbeiten nutzen möchte, habe ich mich für diese Herstellung entschieden.

Was benötigen wir?

Die verwendeten Werkzeuge und Materialien
  • geeignetes Holz: entsprechend der Größe des fertigen Hammers und möglichst hartes Holz mit elastischen (lange) Fasern. Z.B. Hasel, Esche, Kirsche, Eiche…
  • Zumindest ein Messer
  • Beil / Axt / Tomahawk
  • Säge
  • Zugmesser
  • Für empfindliche Hände: Handschuhe
  • ggf. einen Bleistift. und Zollstock

Die auswahl der Werkzeuge sei jedem slbst überlassen. Letztlich habe ich es oben bereits erwähnt: Es reicht ein Messer!

Die Vorbereitung

Zuerst wird die Länge bestimmt und zugesägt. Kann man messen, muss man aber nicht!

Für meine geplante Verwendung brauche ich einen einhändig führbaren und nicht allzu schweren Hammer, damit ich bei längerem arbeiten nicht zu schnell ermüde.

Auch den Griff kann man grob messen. Oder aber ihn nach Gefühl schnitzen. Er sollte nur halbwegs mittig sitzen.

Der Vorteil von Werkzeug ist das einfachere Arbeiten. So konnte ich mit meiner Säge rundherum ca zwei Zentimeter tief in den Ast hinein sägen, um Griff und Kopf heraus zu arbeiten.

Ist das halbwegs geglückt (sprich die Sägeschnitte treffen sich), muss der Griff vom überschüssigen Holz befreit werden.

Für Feinarbeiten kann man Axt, Beil und Tomahawk auch als Hobel verweden. Dabei kommt es jedoch auf die Handhabung an. Also testen und üben. Selbstverständlich gilt: Gutes Werkzeug ist scharf!

Zum Ebnen und Glätten, sind Zugmesser und Messer natürlich etwas besser geeignet. wann diese Arbeit tatsächlich abgeschlossen ist, sagt der Griff-Test. Dazu wird einfach mal leicht damit geklopft und der zukünftige Hammer sachte geschwungen. Es ist wichtig, dass der Griff glatt und frei von Splittern ist, um die Hände zu schonen.

Fertig ist der hammer, sobald er in der Hand liegt und sich so anfühlt, als ob er dort hin gehöre. Mit solch einem Werkzeug, lässt es sich lange und ermüdungsfrei Arbeiten. Damit sparen wir auch eine Menge energie auf lange Sicht. Zu mindest, wenn der Herstellungsprozess in einem guten Verhältnis zum Bedarf steht. Und die Rinde am Kopf darf auch entfernt werden.