Feuer durch Glut

Wie wir Glut für ein Feuer erzeugen ist letztlich egal. Sei es durch Feuerbohren, nutzen von transportierter Glut oder durch Stein und Stahl (bzw Stein). Die weitere Verarbeitung ist identisch.

Und um genau dieses Vorgehen soll es in diesem Artikel gehen.

Der erste Zunder

Wie üblich, wenn wir etwas in der Natur machen, machen wir es von Anfang an richtig, damit es auch klappt. Dabei dürfen wir auch nicht vergessen, lieber doppelt so viel zu sammeln bzw herzustellen, wie wir glauben zu benötigen!

Wir benötigen zunächst einmal trockenes und faseriges Material. Laub ist eher ungeeignet. Besser ist trockenes gras, dass wir auf jeder Wiese finden können. Hat es geregnet, sollten wir möglichst schon morgens sammeln und diesen Zunder an unserem Körper unter den Schichten trocknen.

Das Gras nehmen wir in beide Hände und zerfasern es, in dem wir es gegeneinander reiben.

Der Zunder wird gröber

Als nächstes helfen kleine Holzlocken wie man sie von Feather-Sticks kennt. In diesem Fall werden die Locken jedoch nicht am Stock belassen, sondern als Knäuel gesammelt. Auch wenn Feather-Sticks hilfreich sind, nutzen sie uns hierbei weniger, als einzelne Locken in einem Knäuel.

Für die Locken benötigt man ein wirklich scharfes Messer. Man führt es dabei sachte an einer Kante entlang und produziert so möglichst unterschiedlich dicke und große Locken aus Holz. Die benötigte Menge muss man durch Übung und Erfahrung abschätzen lernen. Je feuchter das Material bzw die Witterung, desto mehr benötigen wir.

Hilfsmittel

Mit diesen beiden Zundern ist man bereits auf einem guten Weg. Wenn alles feucht ist oder man noch sicherer sein will, setzt man noch Brandbeschleuniger ein. Das können Kienspan, feine Äste von Nadelbäumen sein oder eben Kirsch- und Birkenrinde. Für die Bestimmung möchte ich die Internetseite Baumkunde empfehlen!

Biken- und Kirschrinde kann lose abgezupft werden. Dann schädigt man auch lebende Bäume nicht. Totholz kann man auch mit einer Klinge sehr gut entrinden und erhält so größere Mengen an Material. Beide Rinden enthalten ätherische Öle, die sowohl nass noch hervorragend brennen, als auch dafür sorgen, dass die Rinde noch intakt ist wenn das innere bereits morsch ist.

Brennholz

Jetzt kommen wir zum wichtigsten an unserem Vorhaben! Wie alles andere müssen wir auch das Holz entsprechend vorbereiten. Liegendes Holz gilt es zu vermeiden. Besser ist stehendes oder hängendes Totholz. Selbst wenn dieses äußerlich feucht ist, so ist der Kern trocken. Also spalten! Auch die Locken gewinnt man in diesem Fall aus dem trockenen Kernholz.

Was wir brauchen sind verschieden starke Holzstücke. Diese werden auch nach Stärke sortiert bereit gelegt. Da Vorbereitung wichtig ist und je nach Situation immer wichtiger wird, gehören die dünnsten Stücke am dichtesten an die Feuerstelle und die Stärksten am weitesten weg. Der Grund dafür ist einfach: Zeit. Durch diese Sortierung können wir zügig auf die Entwicklung des Feuers einwirken und sicher sein, dass es erfolgreich wird. Dennoch ist Übung bedeutend, denn die beste Vorbereitung hilft ohne Übung und Routine nichts. Spätestens unter widrigen Umständen wie Regen oder nasses Holz, wird sich zeigen, warum Übung so wichtig ist.

Lässt sich das Holz nicht hinstellen, kann man es auch spalten, in dem man es hinlegt und dann hinein schlägt. Steckt das Tomahawk (Axt, Beil) bei dünnen Stücken im Hackklotz, vereinfacht das seitliche Drehen des Endes das Spalten.

Die Feuerstelle

Wieder heißt es Vorbereitung! In diesem Fall habe ich eine neue Art von Feuerstelle getestet.

Die dicken Scheite werden V-förmig gestapelt. Die trockenste Seite gehört nach innen und die Öffnung des V wird in den Wind ausgerichtet. So spart man sich auch das Pusten. Vorausgesetzt, dass der Wind nicht zu stark ist. Die Holzspäne liegen bereit und einige dünnere Holzstücke sind auch bereits in Position. Auch das sorgt für ein schnelleres Handeln und gehört fest zu den Vorbereitungen, BEVOR auch nur ein Funke geschlagen wird.

Alles ist bereit!

Wenn alles bereit ist, können wir die Glut erzeugen. Wie das mit Feuerstein und Stahl geht, habe ich ja bereits auch im Beitrag über charred cloth geschrieben.

Haben wir Glut, haben wir Eile. Eile bedeutet jedoch nicht Hektik. Durch Übung und Vorbereitung sind wir jetzt in der Lage richtig zu agieren und das bedeutet Geschwindigkeit.

Die Glut gehört in unser Zundernest. Man legt sie mittig hinein und faltet es dann sanft um die Glut herum und das Anblasen beginnt. Hält man die Glut hoch vor das Gesicht, läuft man nicht Gefahr, das beispielsweise Schweißtropfen nach dem Feuerbohren in die Glut tropfen und alles zunichte machen. Ferner zieht uns dann auch der Qualm nicht ins Gesicht. Sobald Flammen schlagen, wird der zunder umgedreht, damit die Flammen durch das Nest hindurch nach oben steigen und sich die Hitze ausbreitet. Dies geschieht, während man das Zundernest in das V hineinlegt.

Liegt das Zundernest, werden die Späne vor und auf den brennenden Zunder geschoben.

Zaghafte Flämmchen stärken

Beginnt alles zu brennen, gilt es die Flammen sicher zustellen. Hierzu eignen sich Brandbeschleuniger wie die gesammelte Rinde bestens. In verschieden große Stücke gerupft werden sie einfach in die Flammen gelegt, ohne sie jedoch zu ersticken. Dadurch werden die Flammen größer und stärker.

Sind die Flammen sicher, gehört das kleinste Holz in das Feuer.

Das Kleinholz wird schräg an das dicke, V bildende Holz angelehnt, damit es über den Flammen steht. Dabei gilt es, luftig zu stapeln, damit Luft durch die Hölzer dringt und die Flammen mit ihrer Hitze auch in diesem Material Fuß fassen können. Nun heißt es warten.

Das Feuer hat sicher die nächsten Hölzer erfasst und breitet sich aus. Damit sind wir erneut gefragt.

Weiteres Material wird aufgelegt. Dieses Mal wieder etwas größer und schon wieder heißt es warten. Ab diesem Punkt, haben wir bei guter Vorbereitung so gut wie gewonnen und unser Feuer kann kaum noch erlöschen.

Brennt nun auch die nächste Stärke, heißt es abwarten, bis sich das Feuer gleichmäßig verbreitet hat und die letzte Stärke kann aufgelegt werden bzw das Feuer kann genutzt werden. Es bleibt nun nur noch eine Frage offen:

Habt ihr genug Holz für die benötigte Dauer des Feuers?

Charred cloth – verkohlter Stoff

Das Ergebnis ganz oben, Mittel zur Herstellung darunter.

Verkohlter Stoff oder auch charred cloth (im englischen Sprachraum gebräuchlich) ist ein seit Jahrhunterten verwendetes Mittel, um Funken von Feuerstein und Stahl aufzufangen, in Glut zu verwandeln und dann in Zunder zu übertragen. Nachteil dieser Methode des Feuer-Machens ist jedoch, dass das Material (Stoff) gut vorbereitet sein will. Außerdem muss der verkohlte Stoff gut gegen Feuchtigkeit geschützt werden. Gleichzeitig ist Wind jedoch kein Problem, im Gegenteil. Wind hilft uns sogar beim übertragen der Glut in den Zunder, um diesen dann zu entzünden! Zudem ist er ein gutes Mittel, den echten Zunderschwamm zu umgehen, da dieser unter Naturschutz steht und somit eher schwierig zu bekommen ist. Stammholz am Wegesrand ist eine Option, wenn es dort zur Abholung für die holzbearbeitende Industrie bereit liegt und an diesen Stämmen der Pilz wächst oder befallene Bäume im Garten.

Was benötigen wir?

Starten wir mit dem Grundmaterial:

  • gut schließende Blechdose
  • einen soliden Nagel o.ä.
  • Hammer o.ä.
  • Baumwollstoff (oder einen anderen 100% Naturstoff außer Wolle)

Es geht jede beliebige Blechdose, solange sie gut wieder verschließbar ist. Allerdings darf beim verkohlen kein Kunststoff mehr anhaften. Weder Dichtungen, noch Beschichtungen. Die Dosen sollten dazu auch vor den ersten Schritten gut gesäubert werden. Dann können wir beginnen.

Wie bereiten wir die Dose vor?

Der Nagel wird mittig eingeschlagen. Wozu dies dient, verrate ich später!

Wenn das Loch im Deckel ist, werden Deckel und Dose sauber im Feuer ausgebrannt, damit keine Kunststoffreste mehr an der Dose sind. Diese verkleben gerne schon einmal die Dose beim Verkohlen und das öffnen wird schwierig. Ein leichter Schimmer ist am Ende von der Beschichtung ähnlich der Schrift auf verbrannter Zeitung noch vorhanden. Dieser ist nicht mehr schlimm und hinterlässt nur ein wenig Schmutz an den Fingern. Allerdings lässt sich das mit einem Baumwoll Lappen bequem entfernen. Dieser kann hinterher auch mit verkohlt werden. So verschwenden wir nichts.

Beim Herausholen der Dose(n) daran denken, dass sie heiß sind! Deswegen gehören die guten Stücke auch auf eine Feuerfeste Unterlage und sollen dort auskühlen. Praktischer Weise geht dies bei dem dünnen Stahlblech sehr schnell und schon können wir weiter arbeiten.

Das Verkohlen

Zu erst wird nun der Baumwollstoff in kleine mehr oder wenig quadratische Stücke geschnitten, die sich in die Dose legen lassen. Das können alte Kleidungsstücke wie z.B. Jeans oder T-Shirts sein. Wichtig ist nur 100% natürliche Pflanzenfaser. Dünne Stoffe nehmen die Funken etwas besser an, als dicke Stoffe wie Jeans. Dafür glühen sie etwas länger. Probiert einfach damit herum und sammelt eigene Erfahrungen, um gute Ergebnisse zu erzielen.

Ist die Dose dicht befüllt, wird der Deckel geschlossen…

… und die Dose in eine heiße Stelle des Feuers gelegt. Nach einiger zeit tritt Rauch aus. Dies ist ein gutes Zeichen. Es kommt jedoch auch vor, dass:

… sich die Rauchgase entzünden. Dies ist völlig normal und in Ordnung. Es dauert seine Zeit. Leider gibt es hier keine sichere Zeit, die ich nennen könnte. Es ist jedoch wichtig, dass der Stoff ausreichend lange in Dose und Feuer verkohlen kann. Ein guter Indikator ist der Rauch bzw die kleine Flamme aus dem Loch. So lange diese vorhanden sind, muss die Dose im Feuer verbleiben. Da es vorkommt, dass Rauch zeitweilig pausiert, heißt es auch nach dem Ende des Rauches noch einige Minuten zu warten. Kommt dann kein Rauch mehr, ist der Stoff fertig verkohlt.

Aber die Dose darf unter keinen Umständen sofort geöffnet werden. Weiterhin muss das Loch einige Zeit verschlossen werden.

Ich drehe die Dose dazu um oder lege etwas kleines, flaches wie z.B. eine Münze oder flachen Stein darauf. Das Auskühlen geht recht schnell. Aber leider kann zu frühes Öffnen dazu führen, dass der Stoff wieder zu glühen oder brennen anfängt, wodurch die Arbeit zu nichte wird.

Als Trick und weil ich Outdoors an möglichst Energie effizientem Vorgehen interessiert bin (was ja auch in einer Überlebenssituation hilft), mache ich den Stoff beim Kochen. Alles Vorbereiten und sobald mein Essen ins Feuer kommt, werfe ich die Dose in die Flammen hinzu. Ist das essen fertig, ist auch meine Dose fertig. Nun entferne ich beides aus den Flammen und die Dose wird während des Essens zum Auskühlen gelagert. Dann aufräumen und schließlich wenn alles fertig ist, ist auch die Dose fertig und wird wieder eingepackt. Das Schöne bei der Dose ist, dass sie auch gut zum Transport bestens geeignet ist.

Der besondere Moment: Ist das Werk gelungen oder nicht?
So soll es aussehen: gleichmäßig verkohlter Stoff. Aber das Volumen ist geschwunden.
Test: Man entnimmt ein Läppchen und versucht es auseinander zu zupfen. Geht es leicht, ohne zu zerfallen, wenn man es festhält, ist der Zustand optimal.

Wie geht es nun weiter?

Der Rest ist nun nur noch Übung. Feuerstahl und -stein wollen geübt werden, aber es ist keine Herausforderung.

Ein verkohltes Läppchen unter den Stein halten, dass es heraussteht. (Je schärfer die Kante des Steines, desto leichter entstehen funken)
Nun wird der Stahl scharf über die Kante des Steines geschlagen, so dass Funken auf das Läppchen geworfen werden. Der Winkel benötigt ein wenig Übung und jeder macht da seine eigenen Erfahrungen.
Ein winziger funke reicht aus. Beginnt es zu glühen reicht ganz sachtes Blasen, um die Glut anzufachen.

Gibt es Alternativen zum Stoff?

Ja und nein. Dazu habe ich Experimente mit verschiedenen Materialien durchgeführt. Nicht alle taugten, waren brauchbar oder leicht zu handhaben. Aber grundsätzlich war es dennoch aufschlussreich.

Die Materialien zum Test: Bastgewebe (Linde), Gras, Laub und Moos)

Gras

Das Ergebnis sah zunächst gut aus. Dann erwies sich jedoch das Handling als überaus schwierig. Das Gras zerbröselt sofort und so blieb mir nur noch, zu versuchen die Funken in die Dose zu schlagen. Einige wenige flogen wirkungslos hinein und so versuchte ich es auf dem Stamm. Als auch dies erfolglos war, kam der gute Auermetall-Stab zum Einsatz. Tatsächlich brachten nun endlich diese Funken ein wenig Glut hervor. Doch noch bevor ich sachte pusten konnte, waren sie wieder verloschen.

Moos

Im Grunde verhielt sich Moos genau so wie Gras. Handling nicht gut, nimmt keine Funken an, Auermetall versagt ebenfalls. Folglich ist auch Moos ungeeignet.

Laub

Laub ist offenbar noch ungeeigneter als Moos oder Gras. Es wirkt im ersten Moment effekiv und brauch bar. Doch es zerfällt bei leichter Berührung sofort und damit ist das Handling noch ungünstiger, als bei den ersten beiden Versuchen. Hat man dieses Problem gelöst, nimmt das Laub jedoch auch keine Funken an. Weder vom Stein, noch vom Auermetall. Schade!

Lindenbast

Lindenbast will erst einmal gewonnen werden. Dazu wird ein Linden Ast entrindet und das Faserige Material zwischen Rinde und Holz gewonnen. Dieses wird dann mit den Fingern noch weiter zerfasert und in die Dose gesteckt. Auch wenn das Handling nicht so einfach ist, wie die Läppchen, geht es mit ein wenig tricksen doch sehr einfach, den verkohlten Bast zu entzünden.

Mein Fazit

Auch wenn ich diese Methode liebe, um mein Feuer zu entfachen, ist sie dennoch keine wirklich gute Technik in einer Survival Situation. Sie erfordert spezielles Material und Vorbereitung. Da ist unser Auermetall wesentlich vielseitiger und effektiver. Alleine vom Volumen her. Aber dennoch mag ich diese Technik einfach und es macht mir Spaß, damit feuer zu entfachen. Alleine schon deshalb, wird bei mir in Zukunft immer eine zweite Dose dabei sein, um weitere Materialien zu testen, wenn ich die Gelegenheit habe. Erfahrung und Routine, bekommt man nur durch üben und testen!

In diesem Sinne,

Stay on (Lynx-) Trail!

“Feuerzeug”

In diesem Beitrag möchte ich einmal Zug für’s Feuer besprechen. Oder: Womit können wir ein Feuer draußen entzünden.

Direkte Flammenerzeuger

Direkte Flammenerzeuger sind jene Geräte, die sofort eine Flamme entzünden. Darunter Fallen Feuerzeuge und Streichhölzer.

Feuerzeuge werden entweder mit Benzin oder Gas betrieben. Sie sind sehr unempfindlich und geben uns eine langanhaltende Flamme. Die Nachteile von Feuerzeugen sind recht simpel. Die meisten sind windanfällig. Die, die nicht windanfällig sind, werden elektronisch gezündet, was uns viel Raum für Gas nimmt. Oder es sind die klassischen Benzinfeuerzeuge. Letztere halte ich nicht für empfehlenswert, weil sich das Benzin verflüchtigt. So kann ich die Feuerzeuge nicht lange lagern. Also bleiben uns nur noch die Gasfeuerzeuge mit Reiber. Sie schlagen Funken mittels Auermetall. Das gleiche Metall, aus dem unsere tollen Funkenstäbe sind. Sind sie leer und enthalten kein Gas mehr, so haben wir immer noch Funken! Die Feuerzeuge müssen nur gegen unbeabsichtigtes Gas ausströmen gesichert sein und dann halten sie ewig. Achtet nur auf hochwertige Feuerzeuge, denn im laufe langer Zeit (Jahre) können günstigere Gas durch den Kunststoff verlieren. Bei einem EDC wäre dies schon blöd. Endlich nach all den Jahren des Herumtragen kann man es endlich gebrauchen und dann ist das Feuerzeug leer.

Streichhölzer sind da schon besser zu lagern. Sie sind nur kürzer in der Flamme und wenn sie erlöschen kann man sie nicht noch einmal anmachen. Andererseits lassen sie sich, wenn man es richtig macht, ewig lagern und auch wasserdicht machen. Sei es durch Verpackung oder durch imprägnieren mit Wachs. Dann gibt es noch verschiedene Varianten. Mit langem Schwefelkopf bei viel Wind, oder der Fähigkeit, an jeder rauen Oberfläche zünden zu können etc. Ein paar sind als Letzte Chance sicher nicht verkehrt im EDC. Aber sie müssen entsprechend vorbereitet oder Verpackt sein.

Das ewige Streichholz ist ein Zwitter. In einem dichten Container aus Edelstahl befindet sich Watte. Ein Edelstahl Stab ist eingeschraubt und kann entnommen werden. In dem Container ist Benzin. An dem Stab ist ein Auermetall und eine Lunte. In dem Container saugt sich die Lunte voll. Schraubt man den Stab heraus, kann man mittels des daran befestigten Auermetalls die Lunte entzünden und das Benzin verbrennt über einen längeren Zeitraum. Hat man sein Feuer entzündet, Lunte ausblasen und den Stab zurück in den Container, wo er sich wieder mit neuem Benzin vollsaugt. Durch Dichtungen und den Schraubverschluss, kann kein Benzin entweichen und das ewige Feuerzeug hält wirklich ewig. Wenn es leer ist, hat man immer noch ein Auermetall und die Lunte die sich zum glühen bringen lässt. Damit lässt sich auch noch ein Feuer entzünden.

Meine Feuertasche

Ja, sie wurde auch mehrfach geändert. Aber nicht nur von mir!


Je nach Tour, nehme ich gerne meine Tasche mit. Sie ist ein altes selbst genähtes Schmuckstück, dass ich mal geschenkt bekommen habe. Sie dürfte sogar älter sein, als ich. Aber ich halte sie genau deswegen in Ehren! Andererseits ist sie auch zu groß für lange Touren und ich nehme nur Teile mit. Aber in ihr habe ich mein Feuer Zeugs zusammen.

Der Inhalt… (ganz links ist ein Auermetallstab mit Hirschgeweih als Griff)
Klassiker!

In einer kleinen Ledertasche führe ich eine Dose, Feuerstein und den Striker.

Die Dose enthält verkohlten (Baumwoll-)Stoff. Wenige Funken bringen diesen Vorbereiteten Stoff zum Glühen und aus Glut wird Feuer. Gleichzeitig dient die Dose dazu, weiteren Stoff zu verkohlen.

Charred Cloth oder verkohlter Stoff

Die Herstellung ist sehr simpel! Reine Baumwolle, oder anderer Stoff aus 100% Naturfaser wird in kleine Stücke geschnitten. Die Dose muss aus Metall sein und vorher mittels ordentlichem ausbrennen von jeglichem Kunststoff und jeder Beschichtung befreit werden. Dann wird ein Loch mit einem kleinen Nagel in den Deckel geschlagen.

Ist die Dose vorbereitet, wird sie mit den Stoffstücken vollgestopft und Verschlossen. Nun legt man sie mit dem Loch nach oben in das Feuer. Nach einiger Zeit steigt rauch auf. Das ist gut. Nach dem der Rauch verschwunden ist, empfehle ich noch einen Moment zu warten, ehe man sie aus dem Feuer nimmt. Ist sie aus dem Feuer entnommen, muss das Loch abgedeckt werden, so das kein Sauerstoff eintreten kann. Ich drehe sie dazu schlicht um. Nun heißt es abwarten und abkühlen. Wird die Dose zu früh aus dem Feuer genommen, nimmt der Stoff die Funken nicht an. Wird sie zu früh geöffnet, entzündet sich der Stoff wieder und verglüht. Lasst Euch also Zeit! Für die Herstellung plane ich noch einen eigenen Beitrag, bei welchem ich auch verschiedene Materialien zum verkohlen sammeln und probieren möchte.

Eine kleine Kiste voll mit Bushcrafters Gold: Kienspan!

Kienspan ist der Begriff für Kiefernholz, welches voll mit Harz ist. Das geht aber auch mit Fichte, Tanne, Pinie, Douglasie etc. Für Kienspan folgt ein eigener Artikel!

In Baumwolltuch eingeschlagene Birkenrinde. Doppelter Nutzen!
Baumwolltücher und Paracord

Ich denke, das Baumwolltuch ist selbsterklärend. Die Paracord dient der Herstellung von Feuerbohr Sets

Das kleine Feuerzeug

Im kleinen Lederbeutel verbirgt sich noch mal ein kleines Set. Den Beutel stopfe ich dann schon in meinen Rucksack bei jeder Tour!

Verschlossen wird er mit einem Stück Paracord. Lang genug, um auch eine Bogensehne für den Feuerbohrer zu geben.

Verschiedene Hilfsmittel

Baumwollstoff zum verkohlen, Tampons als Zunder, kleine Feuersteine und ein dickes, saftiges Stück Kienspan. Mein Trick bei diesem Set ist, dass ich den Klingenrücken meines Moras mit den Feuersteinen verwende. So spare ich mir den Schläger!

Nochmal etwas Stoff und Reste eines Tampons. Man muss ja nicht mehr nehmen, als nötig!

Die Dose ist selbst erklärend. Nur eben kleiner als in der großen Tasche. Die Schnur ist gewachst. Wenn ich mal eine art kleine Kerze benötigt, kann ich sie entzünden (auch wenn es mit diesem Kit etwas umständlich ist) und die Flamme übertragen.

Brandbeschleuniger…

In einem Lederbeutel (wieder mit Wachsschnur) bewahre ich dann Birken und Kirschrinde auf.